VERKEHRSFREUNDE STUTTGART E.V.
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„Schienenbusfrühling“

  • Sonntag,   17.04.2016 – Mit dem RAB-Schienenbus: Rund um Tübingen

  • Freitag, 22.04.2016 – Mit dem RAB-Schienenbus: Über die Alb an den Bodensee

  • Samstag,   30.04.2016 – Mit dem „Roten Flitzer“ ins Krebsbachtal

Rückblick von Konrad Müller

17.04.2016      Mit dem RAB-Schienenbus: Rund um Tübingen

Die erste von drei Tagesfahrten mit dem allseits bekannten und beliebten Schienenbus begann zuerst ganz konventionell mit einer Fahrt im Regional-Express von Stuttgart nach Metzingen. In Metzingen an Gleis 3 stand dann unsere dreiteilige Zuggarnitur (Triebwagen VT 798 + VB 998 + VS 998) bereit zur Fahrt auf der Ermstalbahn. Als planmäßige Regionalbahn fuhren wir mit Halt auf allen Zwischenstationen bis zum Endbahnhof Bad Urach und umgehend wieder zurück nach Metzingen. Die wenigen Fahrgäste, die an diesem verregneten Sonntagmorgen unterwegs waren, staunten einerseits nicht schlecht, als statt den gewohnten Regio-Shuttle-Triebwagen ein alter Schienenbus angefahren kam und andererseits alle drei Wagen durch unsere 41 Teilnehmer auch gut besetzt waren. Zwei Regionalbahnfahrten wurden an diesem Sonntagmorgen durch unsere Schienenbus-Garnitur ersetzt, da auf der eingleisigen Strecke aus technischen Gründen nur ein Zug unterwegs sein darf.

Ab Metzingen ging es weiter über Reutlingen, Tübingen und durch das landschaftlich schöne Neckartal über Rottenburg, jeweils mit Aufenthalten zum Fotografieren der wieder original-rotlackierten und bestens instandgehaltenen Schienenbusse, nach Horb. Nach einem Aufenthalt, der je nach Interesse zum Fotografieren der in Horb haltenden Regelzüge, zur Einkehr in der Bahnhofgaststätte oder zum Stadtrundgang genutzt wurde, fuhren wir dann zurück nach Tübingen.

Zwischenzeitlich hatte sich das Wetter so gebessert, dass wir bei schönstem Sonnenschein auf der Ammertalbahn von Tübingen nach Entringen und zurück fahren konnten. Der letzte Fahrtabschnitt führte uns dann wieder zurück nach Entringen, wo die Fahrt mit den Schienenbussen des Regionalverkehr Alb-Bodensee endete.

Am Bahnhofsvorplatz erzählte uns der Organisator der wieder bestens vorbereiteten und ausgeführten Verkehrsfreunde-Studienfahrt, Gerhard Schnaitmann, etwas aus der Geschichte der Bahnstrecke Tübingen – Herrenberg. Freundlicherweise hatte sich auch der Eisenbahnbetriebsleiter der Ammertalbahn, Herr Frank von Meißner, bereiterklärt, den aktuellen Bahnbetrieb mit der neuen, im Sommer 2015 installierten Signaltechnik, zu erläutern. Außerdem berichtete er über den geplanten weiteren Streckenausbau der Ammertalbahn und der Ermstalbahn im Rahmen der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. Hierbei sollen diese Bahnstrecken demnächst elektrifiziert, teilweise zweigleisig ausgebaut und mit zusätzlichen Haltepunkten ergänzt werden.

Rückblick von Dr. Peter Hartmann

22.04.2016      Mit der dreiteiligen Schienenbusgarnitur von Tübingen über die Zollernalbbahn und die Württembergische Südbahn an den Bodensee

Die 42 Teilnehmer an diesem, durch eine Überführungsfahrt nach Lindau möglich gewordenen, Ausflug hatten offenbar das große Los gezogen: Gerade an diesem Freitag hatte der Wettergott ein Einsehen und bescherte unserer Region Sonne und frühlingshafte Temperaturen; und außerdem wurden sie von der Familie Schnaitmann unterwegs auf freundlichste Weise mit Speisen und Getränken versorgt – kein Wunder also, dass während des ganzen Tages regelrechte Feiertagsstimmung herrschte. Der erhöhte Altersdurchschnitt (es war ja ein Werktag!) mag auch seinen Teil zu der entspannten und fröhlichen Atmosphäre beigetragen haben. So hielt sich auch der fotografische Eifer in Grenzen, man genoss die schöne Landschaft vor und auf der Alb, in Oberschwaben und am Schwäbischen Meer und ließ sich von Gerhard Schnaitmann über Geschichte und heutige Betriebsweise der benutzten Streckenabschnitte informieren.

Die Gruppe verließ Stuttgart Hbf um 9.22 Uhr mit einem Doppelstock-RE, nahm unterwegs noch einige Teilnehmer auf und erreichte Tübingen planmäßig um 10.23 Uhr. Die Wartezeit auf die dreiteilige Schienenbusgarnitur VT/VB/VS 98, den früheren „Ulmer Spatz“, in Tübingen wurde bei Kaffee und belegten Brötchen zur Beobachtung und Erläuterung des ziemlich regen Taktverkehrs in diesem Nahverkehrsknoten genutzt. Auch während der Fahrt über die Zollernalbbahn mit ihren über 30‰-Steigungen, die der Triebwagen mit seinen 2x 150 PS erstaunlich leicht meisterte, gab es mehrere längere, kreuzungsbedingte Aufenthalte. In Balingen, Albstadt-Ebingen und Storzingen nutzten die Fotografen natürlich die Gelegenheit zu Aufnahmen unseres wieder im traditionellen Rot lackierten Zuges und der planmäßigen Triebwagen. In Storzingen war zudem Zeit, um in Ruhe Pizza und Kuchen zu genießen.

Nach flotter Fahrt über Sigmaringen, Mengen, Herbertingen und Saulgau wurde kurz nach 15 Uhr Aulendorf erreicht, wo derzeit der reduzierte Gleisplan aufgearbeitet wird und wo unser Triebwagen im ehemaligen Bahnbetriebswerk seinen Dieselvorrat ergänzte. Bei der Ankunft in Friedrichshafen Stadt, wo die Fahrtrichtung gewechselt wurde, stand dort noch der (wieder einmal) kräftig verspätete IC Münster – Innsbruck. Einige Teilnehmer kehrten von hier bereits nach Hause zurück oder nutzten die 1½ Stunden bis zur Rückfahrt zu einem Stadt- und Uferbummel, während die meisten die Fahrt auf der eingleisigen Uferstrecke mit ihren schönen Ausblicken bis Lindau fortsetzten. Nach einem etwa halbstündigen Aufenthalt in der bayerischen Seestadt trat die leicht reduzierte Gruppe die Rückfahrt nach Stuttgart mit dem IRE an. Vor und nach Meckenbeuren kam vorübergehend bedenkliche Stimmung auf, als der Zug wegen gemeldeter „Personen im Gleis“ halten musste. Erfreulicherweise klärte sich die Situation aber binnen 10 Minuten wieder, und da auch der Lokwechsel in Ulm flott vonstattenging, hielt sich die Ankunftsverspätung in Stuttgart mit rund 6 Minuten in Grenzen. Die bereits auf die Abfahrt Richtung Ulm wartenden Fahrgäste kamen also mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davon. Gerhard Schnaitmann hatte uns in Richtung Tübingen bereits in Aulendorf verlassen (sein Anschlusszug wartete brav). Er nahm den herzlichen Dank der Teilnehmer für eine hervorragend geplante und durchgeführte, erlebnisreiche Tagesfahrt mit auf seine Heimreise und wird diesen auch an seine Frau und seinen Sohn Jörg weitergegeben haben, die so vortrefflich für unser körperliches Wohl gesorgt haben.

Rückblick von Rüdiger Frey

30.04.2016 – Mit dem „Roten Flitzer“ zur Krebsbachtalbahn

Der letzte Teil der diesjährigen Schienenbus-Triologie fand auch gleich am letzten Apriltag des Jahres statt. Der Wetterbericht prophezeite noch am Abend zuvor nicht gerade gute Aussichten für das Wetter im Rhein-Neckar-Raum. Irgendwie muss Gerhard Schnaitmann doch noch für die „Über-Nacht-Zustellung“ des Verkehrsfreunde-Rundschreibens bei Petrus gesorgt haben: Die ganze Fahrt konnte bei sprichwörtlichem Verkehrsfreunde-Wetter durchgeführt werden.

Unser diesmaliges Zugpferd hatten wir so noch nie bei einer Verkehrsfreundefahrt im Einsatz. Es bestand aus einer vierteiligen Schienenbuseinheit des „Förderverein Schienenbus e.V., Kornwestheim“, besser bekannt als „Roter Flitzer“. Schon auf den großen Anzeigetafeln im Stuttgarter Hauptbahnhof war unser Sonderzug mit Fahrziel Hüffenhardt auf Gleis 2 angekündigt. Pünktlich verließ unser Zug um 8.25 Uhr den Hauptbahnhof, um über das S-Bahngleis, welches dank samstäglichen ausgedünnten Takt unseren Zug aufnehmen konnte, Richtung Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen das Neckartal zu erreichen. Mit etwas Verspätung durchfuhren wir Heilbronn und erreichten noch – wie geplant – vor der S‑Bahn den Abzweigbahnhof Bad Friedrichshall Hbf. Nun war es nicht mehr weit bis zum ersten Fotostopp im Bahnhof von Bad Wimpfen. Gerade noch konnte die Zugkreuzung mit einem 425er fotografiert werden. Schnell ging es dann auch über Bad Rappenau und Sinsheim zum nächsten Fotohalt in Hoffenheim.

In Meckesheim folgten ein Fahrtrichtungswechsel und die Weiterfahrt auf der Schwarzbachtalbahn. Nach einem weiteren Fotohalt kam dann auch schon der Abzweigbahnhof Neckarbischofsheim Nord in Sichtweite. Nach dem Umsetzvorgang auf das ehemalige SWEG-Gleis, welches jetzt unter der Regie der Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) steht, setzte unser Zug die Fahrt Richtung Hüffenhardt fort.

Diese 16,9 km lange Strecke nach Neckarbischofsheim Nord ist den Verkehrsfreunden aus früheren Jahren bestens bekannt. 2009 stellte die SWEG den planmäßigen Verkehr auf der 1902 erbauten Strecke ein. Seitdem gibt es auf der Strecke nur noch einen eingeschränkten Verkehr, der vom Förderverein Krebsbachtalbahn e.V. durchgeführt wird. Die Betriebskonzession wechselte 2013 zur Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG). Später setzte die Pfalzbahn GmbH einen Esslinger Triebwagen im Touristikverkehr ein. Dieser steht jedoch wegen eines Motorschadens nicht mehr zur Verfügung. Daher griff man nun auf den „Roten Flitzer“ zurück, welcher in der Sommersaison 2016 den Verkehr auf dieser Strecke übernimmt. Auch wenn auf dieser Strecke nie Schienenbusse der Bauart „Uerdingen“ im Einsatz waren, gehörten sie auf der angrenzenden Schwarzbachtalbahn nach Aglasterhausen bzw. Obrigheim zum Alltag.

Diese romantische Nebenbahn konnte nicht vom Personenverkehr leben. Für das Hauptverkehrsaufkommen sorgte über viele Jahrzehnte das Bundeswehrdepot in Siegelsbach, dessen ausgedehnte Gleisanlagen noch heute vorhanden sind. Versuche, den Schülerverkehr wieder auf die Schiene zu bringen, verliefen zu Jahresbeginn recht erfolgreich. Auch gibt es Pläne für eine rund 3 km lange Neubaustrecke zwischen Bad Rappenau und Untergimpern, um über Teile der Krebsbachtalbahn, Neckarbischofsheim an die Stadtbahn Heilbronn anzubinden.

Die Ankunft in Hüffenhardt konnte auch bei der Streckeneröffnung nicht spektakulärer gewesen sein. Mit Blasmusik der örtlichen Feuerwehr und Sekt am Bahnsteig wurden wir von allerlei örtlichen Honoratioren begrüßt. Nach einigen Ansprachen wurde ein Triebwagenzug des „Roten Flitzer“ von der Bürgermeisterin Hüffenhardts auf den Namen „Krebsbachtäler“ getauft, welcher nun den Touristikverkehr in diesem Jahr hier bestreitet. Eigens für diesen Zug wurde der Triebwagenschuppen in Hüffenhardt verlängert.

Die Fahrzeuge des unter dem Namen „Roten Flitzer“ bekannten Zuges stammen ursprünglich aus Österreich. Die Firmen Simmering-Graz-Pauker (SGP) und die Jenbacher Fahrzeugwerke fertigten in den 1960er Jahren in Lizenz Schienenbusse der Bauart Uerdingen. Nach Einsatzende gelangte diese Einheit zum Bahnmuseum Augsburg und später zur BBG Stauden, Staudenbahn. Die Verkehrsfreunde konnten seinerzeit diese Fahrzeuge sowohl auf der Augsburger Lokalbahn wie auch auf einer Studienfahrt zur Staudenbahn im Einsatz erleben. Nach einem Intermezzo bei der Westmecklenburgische Eisenbahngesellschaft (WEMEG) gelangten sie nach Kornwestheim. Heute sind sie im roten Farbkleid der DB unterwegs. Die österreichische Herkunft ist jedoch noch deutlich an den Scheinwerfern und den Übersetzfenstern erkennbar.

Nach den Festivitäten in Hüffenhardt erreichten wir pünktlich Siegelsbach, wo wir unser Mittagessen in der uns bekannten Gaststätte „Zur Eisenbahn“ einnahmen. Rasch wurde uns hier das vorbestellte Essen serviert, und gut gesättigt verließen wir am Nachmittag Siegelsbach bei schönstem Sonnenschein Richtung Neckarbischofsheim Nord. Zügig ging es nun auf der sanierten und elektrifizierten Schwarzbachtalbahn Richtung Meckesheim. Leicht lässt sich anhand der großzügigen Streckenführung und den imposanten Bahnhofsgebauten erkennen, dass diese nicht von Anbeginn eine Nebenbahn war. Schauen wir deshalb kurz in die Geschichte dieser interessanten Strecke.

Eröffnet wurde die 19 km lange Strecke Meckesheim – Aglasterhausen 1862 als Teil der badischen Odenwaldbahn, wie die von Mannheim über Heidelberg, Neckargemünd, Meckesheim, Mosbach und Lauda nach Würzburg führende Strecke genannt wurde. Somit konnte die bayrische Pfalz mit dem übrigen Streckennetz Bayerns verbunden werden. Die Wahl der recht schwierigen Trassenführung über Meckesheim und Neckarbischofsheim erklärt sich dadurch, dass die topografisch naheliegende Streckenführung durch das Neckartal zwischen Neckargemünd und Eberbach das Großherzogtum Hessen berührt hätte, was in Baden nicht erwünscht war.

Die Erwartungen an die ursprünglich zweigleisig geplante Hauptstrecke erfüllten sich nicht, zumal trotz Kleinstaaterei schon einige Jahre später, am 24. Mai 1879, die Neckartalbahn von Heidelberg über Eberbach und Neckarelz nach Jagstfeld eröffnet wurde. Nun nahmen die durchgehenden Züge von und nach Würzburg diesen betrieblich erheblich einfacheren Weg.

Mit Sprengung der Neckarbrücke bei Neckarelz durch deutsche Truppen am 30. März 1945 verlor die Hauptbahn endgültig den östlichen Anschluss an das übrige Eisenbahnnetz. 1949 stellte die Deutsche Bundesbahn den Abschnitt Obrigheim – Neckarelz auch formal ein. Die verbleibende Strecke Meckesheim – Obrigheim war durch zwei Tunnel zwischen Aglasterhausen und Obrigheim recht aufwändig in der Unterhaltung. Daher entschied die DB, den Gesamtverkehr ab Aglasterhausen zum 25. September 1971 einzustellen.

Anfang der 1980er Jahre mehrten sich die Meldungen, dass die DB die Strecke Meckesheim–Aglasterhausen einstellen wolle. Hierdurch hätte sich für die ursprünglich von der Badischen Lokal-Eisenbahnen (B.L.E.A.G.), später von der Deutschen Eisenbahn-Betriebsgesellschaft (DEBG) und mittlerweile durch die landeseigene Südwestdeutsche Verkehrs-AG (SWEG) betriebene Krebsbachtalbahn nach Hüffenhardt die prekäre Situation eines dauerhaften Inselbetriebes ergeben. Schon in den 1970er Jahren gab es am Wochenende das Kuriosum, dass Fahrgäste der Krebsbachtalbahn in Neckarbischofsheim-Nord zur Weiterfahrt auf einen DB-Bus umsteigen mussten.

Am 1. Januar 1982 übernahm schließlich die SWEG die Schwarzbachtalbahn von der DB mit einem Pachtvertrag über 20 Jahre. Die bundesweit erste Regionalisierung einer Staatsbahnstrecke sorgte über Baden hinaus für Aufmerksamkeit. Durch Modernisierung und Rationalisierung sowohl von Fahrweg als auch Fahrzeugpark konnte die nun betrieblich als Einheit geführte Schwarzbachtal- und Krebsbachtalbahn vor der Stilllegung bewahrt werden.

Die SWEG setzte sowohl die seinerzeit neuen Dieseltriebwagen des Typs NE81 wie auch modernisierte MAN-Schienenbusse ein. In Waibstadt-Bernau, an der Verzweigung Neckarbischofsheim Nord der Streckenäste nach Aglasterhausen und Hüffenhardt, entstand eine moderne Werkstatt, welche aktuell von der Firma Alstom benutzt wird. Auch mit Durchläufen nach Heidelberg in den ersten Jahren konnten die Fahrgastzahlen gesteigert werden.

Der 2002 auslaufende Pachtvertrag zwischen DB AG und SWEG rückte die Zukunft der Strecke erneut in den Mittelpunkt, wobei die S-Bahn Rhein Neckar, deren erste Linien Ende 2003 in Betrieb gingen, neue Perspektiven bot. Im Rahmen des Ausbaus und der Elektrifizierung der Elsenztalbahn Heidelberg – Meckesheim – Sinsheim – Steinsfurt – Eppingen und der Strecke Steinsfurt – Bad Friedrichshall-Jagstfeld wurde entschieden, auch die Schwarzbachtalbahn bis Aglasterhausen zu elektrifizierten und in den S‑Bahn-Betrieb zu integrieren.

Von Meckesheim befuhren wir nun die ehemalige badische Hauptbahn weiter nach Neckargemünd. Da unser zweiteiliger Zug über keinen Steuerwagen mehr verfügte, musste hier umgesetzt und der Beiwagen umfahren werden. Von hier aus ging es nun auf der recht romantischen Neckartalbahn weiter über Hirschhorn, welches noch heute zu Hessen gehört und seinerzeit zum Bau der Schwarzbachtalbahn führte. Mit kurzen Halten in Mosbach-Neckarelz und Heilbronn erreichten wir pünktlich Bietigheim-Bissingen. Entlang leeren S-Bahngleisen und vollen Bahnsteigen ging es weiter Richtung Stuttgart. Grund war eine Signalstörung in Stuttgart Hbf (tief), so dass Gleis 101 nicht befahrbar war und der verbliebene Verkehr eingleisig über Gleis 102 abgewickelt wurde. Da viele Gleise im Hauptbahnhof nun durch S-Bahnen belegt waren, endete unsere Fahrt etwas abrupt am nördlichen Ende von Gleis 2, welches im Hallenbereich ebenfalls schon belegt war. Auch hier musste unser Schienenbus erneut um seinen Beiwagen umsetzen, um in seine Heimat Kornwestheim zu kommen.

Unser Dank gilt unserem Ehrenmitglied Gerhard Schnaitmann mit Familie für die Organisation, dem „Förderverein Schienenbus e.V., Kornwestheim“ und den Aktiven des „Förderverein Krebsbachtalbahn e.V.“ für die Durchführung und Betreuung dieser gelungenen Fahrt mit 48 Teilnehmern!

Verkehrsfreunde Stuttgart e.V.

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