VERKEHRSFREUNDE STUTTGART E.V.
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Rückblick von Erwin Omnitz

Bilder von Roland Braun

Saisonabschlussfahrt am Freitag, 23.10.2015:

Abschied vom 628er auf der Schwäbischen Alb

Baureihe 628 fährt am 23.10.2015 im Schülerverkehr noch bis Münsingen

Einen Zug nach Nirgendwo gibt es nicht bei unserem Reiseleiter und Ehrenmitglied Gerhard Schnaitmann! Dafür ging es wieder einmal über die raue und wunderschöne Alb. Am Gleis 13 in Stuttgart Hbf trafen sich 38 Verkehrsfreunde zu dieser Studienfahrt, um mit dem RE 19217 nach Ulm zu fahren. Während der Fahrt über die Geislinger Steige hat unser Reiseleiter viele interessante Informationen über die Neuerungen im Jahr 2016 beim Regionalverkehr in Baden-Württemberg gegeben. Das Umsteigen in Ulm von Gleis 4 nach Gleis 7 war sehr knapp, hat aber gut geklappt. Dort wartete bereits der 628er zur Fahrt nach Münsingen. Der Schülerzug startete um 12.55 Uhr. Das Platzangebot für die Verkehrsfreunde Stuttgart war sehr üppig, denn erst in Gerhausen stürmten die Schüler den Zug. Über Blaubeuren ging es dann nach Schelklingen, wo wir auf die Schwäbische Alb-Bahn Richtung Münsingen abzweigten. Auf der Vorbeifahrt in Oberheutal sahen wir Güterwagen, die auf der Rückfahrt am Abend unserem NE 81 beigestellt werden sollten. Es waren gleich vier Güterwagen (aber nun kommt das große Rätselraten bei unseren fachkundigen Teilnehmern wegen der Tonnage!). In Münsingen angekommen, fotografieren einige wenige. Der Rest hatte Hunger und suchte das Albbahnbüffet auf, das von Ruth Ertler sehr geschmackvoll hergerichtet wurde. Vielen Dank dafür!

Schülerverkehr auf der Schwäbischen Alb: NE81 der Schwäbischen Alb-Bahn GmbH (SAB GmbH) mit Schloss Grafeneck
Endstation in (Klein-) Engstingen am neuen Bahnsteig der SAB.

Nach dem Essen referierte Bernd-Matthias Weckler, der 1. Vorsitzende des Vereins Schwäbische Alb-Bahn e.V. (SAB e.V.), über den Gütertransport auf dieser Strecke und die künftige Übernahme des Schülerverkehrs durch die SAB GmbH. Nun kam der NE 81 (ex WEG/Strohgäubahn) ins Blickfeld, mit dem wir um 15.10 Uhr Münsingen Richtung Gomadingen verließen. Nachdem der beschrankte Bahnübergang automatisiert wurde, musste auch „Schrankenwärter“ Schnaitmann nicht mehr aktiv werden. Unterwegs in Marbach oder Grafeneck konnten die Fotografen aussteigen. Sie wurden auf der Rückfahrt nach Münsingen wieder aufgenommen. Von dort ging es nun nach (Klein-) Engstingen. Hier wurde uns die neue Signaltechnik gezeigt und von unserem Reiseleiter sehr anschaulich erläutert. Pünktlich um 16.35 Uhr fuhren wir in (Klein-) Engstingen mit einigen Bedarfshalten zurück nach Münsingen. Nun erwartete uns der bahntechnische Höhepunkt unserer Fahrt! In Oberheutal wurden vier mit Hartholz beladene Rungenwagen unserem NE 81 beigestellt. Dies erforderte diverse Rangierfahrten, wobei auch die Fotografen auf ihre Kosten kamen. Das Gesamtgewicht des Personenzuges mit Güterbeförderung betrug etwa 378 Tonnen, somit 339 Tonnen Anhängelast! Die Fahrzeit nach Schelklingen konnte dadurch nicht ganz eingehalten werden. Außerdem musste der Zug mehrfach an Bahnübergängen auf 5 km/h oder bis zum Stillstand abgebremst werden. Obwohl wir dann 5 Minuten verspätet in Schelklingen angekommen waren, hatten wir genügend Zeit, um den VT 611 nach Ulm zu erreichen. Die letzte Etappe war sehr erholsam. Der IRE von Lindau nach Stuttgart war nahezu pünktlich, und es gab keine Platzprobleme! Der Dank für diese schöne Studienfahrt geht an alle Beteiligten. Ein besonderer Dank gilt Gerhard Schnaitmann. Er hatte uns diese Fahrt kurzfristig ermöglicht!

Oberheutal: 339 Tonnen Anhängelast ist für den NE81 kaum ein Problem.

Verkehrsfreunde Stuttgart e.V.

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