VERKEHRSFREUNDE STUTTGART E.V.
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17.05.2014   Mit der württembergischen T3 über die Schwäbische Alb

Rückblick von Harald Frank

„Same Procedure As Every Year“ – so könnte man das Motto unserer Tagesfahrt auf die Schwäbische Alb nennen. Waren die Verkehrsfreunde im April letzten Jahres in einem Güterzug mit Personenbeförderung bei eher kühleren Temperaturen auf der Alb unterwegs, so fuhren wir am 17. Mai in Erwartung eines besseren Wetters in Richtung Kleinengstingen. Wir wurden nicht enttäuscht.

Der Großteil der 57 Teilnehmer versammelte sich gegen 11 Uhr am Abfahrtsbahnsteig im Stuttgarter Hauptbahnhof. Unser Hauptorganisator und Ehrenmitglied Gerhard Schnaitmann hatte für die Fahrtteilnehmer im Untergeschoss des RE 22021 ausreichend Plätze reserviert. Hier unten wurde der Wagen kurzerhand in einen Speisewagen umfunktioniert. Die „normalen“ Fahrgäste staunten nicht schlecht, als sie sich in den „Keller“ verirrten. Frau Schnaitmann versorgte uns mit Kaffee, Tee, Brötchen, Obst, sowie süßen Stückchen. Es musste niemand hungrig den Zug verlassen. Die Verkehrsfreunde wurden von der freundlichen Zugbegleiterin sogar per Lautsprecher begrüßt. In Nürtingen stießen Gerhard Kirchner und seine Frau zu unserer Gruppe. Herr Kirchner hat als Projektleiter die Restaurierung der württembergischen T3 maßgeblich vorangetrieben.

Kurz vor Reutlingen wurden wir von oben genannter Zugbegleiterin freundlich verabschiedet. Dort angekommen, eilten wir umgehend zu dem Bus, der uns nach Kleinengstingen brachte, wo wir noch einige Minuten auf die kleine Württembergerin, die württ. T3 930 der GES, warten mussten. Um 12.50 Uhr traf sie mit ihren drei Donnerbüchsen ein. Mit im Zug kam auch Bernd-Matthias Weckler, der 1. Vorsitzende des Vereins Schwäbische Alb-Bahn (SAB) in der historischen Uniform eines Zugschaffners. Nach dem Umsetzen der Lok bestiegen wir wieder den Bus, der uns nach Offenhausen brachte. Hier war die erste Fotoaktion geplant. Sogar Petrus hatte ein Einsehen und bescherte uns bei diesem Fotopunkt die entsprechende Beleuchtung. In Gomadingen durften wir nun endlich die Wagen mit ihren Holzbänken in Besitz nehmen. In gemächlichem Tempo ging es Münsingen entgegen. Nach unserer Ankunft wurde die T3 erst einmal unter den Augen zahlreicher Verkehrsfreunde mit Wasser versorgt.

Die Rückfahrt nach Gomadingen erfolgte nun mit dem Schornstein voraus und dem MAN-VT 8 am Zugschluss. In Gomadingen hieß es wieder in den Sonderbus nach Marbach umzusteigen. Dort angekommen, wurde der MAN-Triebwagen vorgezogen und die T3 an das andere Zugende umgesetzt. Hierbei ergaben sich wiederum mannigfaltige Fotomöglichkeiten mit Schloss Grafeneck im Hintergrund.

Auf dem letzten Abschnitt nach Münsingen konnten die Teilnehmer zwischen dem MAN-Triebwagen und dem Fotobus wählen. Bei bester Theaterbeleuchtung konnten wir die Einfahrt des Dampfzuges vor dem Münsinger Bahnhofsensemble aufnehmen. Anschließend wurde noch eine Fotoparade mit dem MAN_VT 8 und den beiden ehemaligen WEG-NE-81-Triebwagen geboten. Der VT 411 besaß schon den neuen SAB-Anstrich in Rot-Beige mit silbergrauem Fensterband. Die Farben der Schwäbischen Alb-Bahn stehen diesem nun auch schon 33-jährigen Fahrzeug ausgesprochen gut.

Den krönenden Abschluss bildete das deftige Albvesper in der Münsinger Bahnhofsrestauration, stilecht dargeboten auf einer hölzernen Gepäckkarre. Einige zog es auch an die frische Luft, und sie genossen ihr Vesper vor dem Bahnhofsgebäude mit Sicht auf das Bahngeschehen. Die Zeit verging wie im Flug. Um 19 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Metzingen. Hier wurde zum letzten Mal das Verkehrsmittel gewechselt: Wir bestiegen den Regionalexpress nach Stuttgart Hbf, der um 20.38 Uhr erreicht wurde.

Ein besonderer Dank gebührt Gerhard Schnaitmann und seiner ganzen Familie für ihren Einsatz, die wiederum perfekte Organisation und die Verpflegung.

Verkehrsfreunde Stuttgart e.V.

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