VERKEHRSFREUNDE STUTTGART E.V.
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07.02.2015     Rückblick auf unsere Fahrt zur Rhätischen Bahn und und Ausblick auf unsere Studienfahrt 2015 – Bildervortrag von Roland Braun

War es die Freude auf ein Wiedersehen mit der Graubündner Berglandschaft und den für Eisenbahnfreunde einfach überwältigenden Reizen der Rhätischen Bahn oder die Neugier auf die Programmpunkte unserer diesjährigen mehrtägigen Studienfahrt? Wie auch immer – der Vorstand der Verkehrsfreunde freute sich über 88 Teilnehmer am Bildervortrag unseres für die Mehrtagesfahrten zuständigen Kollegen Roland Braun, der beide Themen behandelte. Mit besonderer Freude konnte der Vorsitzende zu Beginn der Veranstaltung die eigens aus der Schweiz angereisten Eisenbahnfreunde begrüßen: Helmut Iffländer, der mit Roland Braun zusammen das RhB-Programm für uns organisiert hat, und Tibert Keller, der uns an allen Tagen begleitet und orts- und fachkundig beim Austüfteln der besten Fotostandpunkte unterstützt hat. Auch unser treuer Schweizer Freund Daniel Hofer nahm viele Stunden Hin- und Rückfahrt auf sich, um dabeizusein.

Roland Braun hatte sich entschlossen, zunächst eine ziemlich üppig illustrierte und ausführlich kommentierte Vorschau auf die Studienfahrt vom 5. bis 12. Juli 2015 zu geben, die er wieder mit enormem zeitlichen Aufwand und Hintergrundwissen vorbereitet hat. In diesem Jahr war es für ihn zumindest teilweise ein „Heimspiel“, ist er doch gebürtiger Münsteraner und hat vor seinem beruflichen Wechsel ins Hohenloher Land für die landeseigene Westfälische Verkehrsgesellschaft gearbeitet. Chronologisch und mit passenden Bildern führte er uns durch das vorgesehene Fahrtprogramm.

Zu Beginn ging es im Geiste nach Nordhessen, wo eisenbahn- und straßenbahntechnische Spezialitäten genauso auf die Teilnehmer warten wie landschaftliche Schönheiten und Historisches, z.B. auf den Spuren der Firma Henschel oder der Kassel-Naumburger Eisenbahn. Ein Haupt-„Event“ wird eine eintägige Rundfahrt „von Viadukt zu Viadukt“ ab Kassel nach Altenbeken, Paderborn, Brilon, Willingen, Korbach und Zierenberg sein. Dann führte uns der Referent zu den Besichtigungszielen, die vom zweiten Standquartier im Eisenbahnknoten Hamm angesteuert werden sollen. Diese liegen zum einen im Bergischen Land in und um Wuppertal und Solingen, wo die Schwebebahn und der O-Bus-Betrieb im Mittelpunkt stehen, sowie im Ruhrgebiet, das wir von Mülheim (Ruhr) über Essen bis Gelsenkirchen in historischen Straßenbahnfahrzeugen durchqueren wollen.

Zweiter Schwerpunkt ist dann der südliche Abschnitt der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) zwischen Wadersloh, Lippstadt und Warstein, auf dem es sowohl Gelegenheiten zum Beobachten und Fotografieren des planmäßigen Güterverkehrs wie auch zu einer Sonderfahrt mit der V 200 033 und historischen Wagen der Hammer Eisenbahnfreunde (HEF) geben wird. Zum Abschluss ist noch eine Dampffahrt mit einer ehemaligen Zechenlok der HEF vorgesehen, bevor uns ein Intercity von Hamm umsteigefrei am Rhein entlang nach Stuttgart bringen wird.

Ohne Pause (die kam erst später!) folgte dann ein bunter Bilderreigen unserer Studienfahrt im September 2014 zur Rhätischen Bahn, beginnend im Puschlav und auf der Berninabahn mit Sonder- und Planzügen und über drei Tage fortgeführt vom Standort Buchs SG auf der Albula- und Engadinstrecke sowie der Linie Landquart – Kloster – Vereina / – Davos – Filsur. „Rhätische Krokodile“ mit einem Pullmanzug, Pionier-Wechselstromloks mit Stangenantrieb, die erhaltene Garnitur des „Fliegenden Rhätiers“ und den Dampfsonderzug mit Lok 107 und Holzklassewagen – all diese Köstlichkeit ließ der Referent noch einmal Revue passieren.

Natürlich nahmen Aufnahmen von den teils malerischen, teils atemberaubenden Brücken mit immer wieder anderen Zugvarianten darauf einen großen Teil des vorgeführten Bildmaterials ein. Besonders hatten es dem Referenten wie auch den seinerzeitigen Insassen der Fotobusse der legendäre Landwasserviadukt bei Filisur samt seiner Zufahrtstrecke sowie die hin- und herkurvende Streckenführung der RhB in der Albulaschlucht angetan. Hier gab es ein regelrechtes Bild-Trommelfeuer, wobei auch die im Gelände herumkraxelnden und auf alternativen Standorten aufgestellten Fotografen mit einigen ironischen Kommentaren präsentiert wurden. Manch einer hat sich sicher schmunzelnd oder kopfschüttend wiedererkannt.

Für den Verfasser dieses Rückblicks, der die meisten dieser spektakulären Fotostellen nur aus dem Wageninneren mitbekommen hat, waren die Aufnahmen der Züge und Kunstbauten eine echte Erbauung. So wie ihm mag es auch anderen gegangen sein. Er möchte andererseits darauf hinweisen, dass der Jahresrückblick am 07.03.2015 (siehe vorn) und der noch in Arbeit befindliche Fahrtbericht einige Fotos enthalten wird, die auf individuellen Streckenerkundungen von Teilnehmern entstanden sind oder einfach Ansichten der herrlichen Landschaft und der malerischen Orte links und rechts der Strecke zeigen. Immerhin waren die Aktivisten im Bus vielleicht der „Mainstream“, aber es gab auch Teilnehmer mit einer abweichenden Optik.

Es kann an dieser Stelle nicht darum gehen, chronologisch den Ablauf der Studienfahrt mit den Augen unserer Fotografen noch einmal nachzuzeichnen. Wir haben darüber bereits ausführlich im Rundschreiben 10-11/2014 berichtet, und im kommenden Frühjahr erwartet Sie ja wieder ein reich illustrierter Fahrtbericht.

Somit bleibt zum Abschluss ein herzliches Dankeschön an den Referenten Roland Braun für die treffende Auswahl der Fotos und deren unterhaltsame und informative Kommentierung sowie an alle Fotografen, die uns ihre schönen und manchmal unter schwierigen Umständen zustande gekommenen Bilder zur Verfügung gestellt haben.

Verkehrsfreunde Stuttgart e.V.

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