24.07.2010
Studienfahrt bei der Ulmer Straßenbahn

Rückblick von Rainer Vogler

Bei unserem letzten Besuch im Oktober 2008 an der Linienverlängerung nach Böfingen gearbeitet; deshalb verkehrte baustellenbedingt nur die verkürzte Linie 1 der Stadtwerke Ulm (SWU). Jetzt, im Juli 2010, konnten sich die Verkehrsfreunde ein Bild des aktuellen Betriebes auf einer Streckenlänge von derzeit 10,2 km machen.

Anlass unserer kurzfristig ins Jahresprogramm aufgenommenen Fahrt nach Ulm war das Angebot, an einer Sonderfahrt teilzunehmen, die Ronny Quaß organisiert hat. Er hat für eine Gruppe Straßenbahnfreunde alle betriebsfähigen historischen Fahrzeuge auf die Strecke geschickt und Dank der regen Teilnahme seitens der Verkehrsfreunde konnte das Programm sogar noch erweitert werden. Insgesamt über 60 Teilnehmer nahmen die Möglichkeit wahr, in den historischen Fahrzeugen Tw 1 (T4), Tw 10 (GT4) und Tw 16 (T2) mitzufahren und diese trotz des sehr wechselhaften Wetters ausgiebig unterwegs zu fotografieren.

Die Besonderheit dieses Samstages war die Befahrung der Neubaustrecke, die von der Donauhalle hinauf nach Böfingen führt, mit allen drei historischen Triebwagen. Die Triebwagen fuhren zwischen den planmäßig im Zehnminutentakt verkehrenden Combino. So wechselten sich moderne Fahrzeuge mit den Oldtimern ab. Jeder Fahrtteilnehmer hatte „Sichtkarten“ erhalten, die eine Mitfahrt in den Oldtimern erlaubte und so verteilten sich Fotografen, Filmer und mitfahrende Genießer entlang der Strecke zwischen Söflingen und Böfingen.


Als Höhepunkt des Tages war der kurze Ausflug des Schienenschleifwagens Tw 17 vom Depot aus nach Söflingen und wieder zurück ins Depot geplant. Dieser ursprünglich aus Freiburg stammende achtachsige Gelenktriebwagen wurde bei den Stadtwerken Ulm zu einem Schienenschleifwagen umgebaut und ist nicht nur wegen seiner Funktion, sondern auch wegen seines Aussehens und seiner Länge ein Exote auf Ulm Straßenbahngleisen.

Viel zu schnell gingen die 3 ½ Stunden herum, während derer die vier Triebwagen unterwegs waren. Ronny Quaß danken wir für die hervorragende Vorbereitung der Fanaktion und den Verantwortlichen bei der SWU für das große Entgegenkommen bei der Durchführung der Sonderleistungen. Maßgeblich war hier Herr Jürgen Späth, der „Leiter Schienenfahrzeuge“ bei der SWU beteiligt. Außerdem geht unser Dank auch an die Nahverkehrsfreunde Ulm/Neu-Ulm.